X-Plane 11 - Start (01)

Aktualisiert: Sept 5


Alle reden und schreiben vom FS2020. Aber zwischen dem FSX und dem neuesten Simulator aus dem Hause Microsoft, hat sich über die Jahre hinweg eine weitere Flugsimulation einen Platz unter den Freunden der zivilen Luftfahrt gemacht. Die Rede ist vom X-Plane 11, aus dem Hause Laminar Research.


Aktuell ist die Version 11 - 11.41r1 aus Dezember 2019. Die Frage nach der notwendigen Hardware ist auch für die Nutzung von X-Plane zu stellen - jeder moderne Simulator kann recht schnell die Grenzen "normaler Hardwareausrüstungen" an Limits bringen. Laminar Research hat eine Demo verfügbar gemacht - so kannst du deine vorhandene Hardware unter Standard-Bedingungen vor dem Kauf testen. Keine Bange.....das Demo ist nur ein Ausschnitt und benötigt keine 65 GB an Speicher. Erst wenn ihr dann den Kauf abschliesst, und damit dann den Rest der Welt anfordert, braucht es Speicher.

Erster Tipp an dieser Stelle: Das zu erwartende Datenvolume wird recht groß sein - am Besten besorgt ihr euch ein 2-3 TB (!) grosses Medium, nur für den X-Plane. So seid ihr zunächst einmal für die vielen netten Dinge gerüstet, die da noch auf euch zukommen. :-). Die von "Haus aus Standardinstallation" kann gebietsweise angepasst werden - ich habe bei mir die komplette Welt gewählt und benötigte dafür 65 GB. Da wir künftig aber Szenerien generieren werden, unterschätzt bitte nicht das Thema Speicherkapazität.


Meine Hardware für die ersten Tests:

Mein System ist bereits 5-6 Jahre alt, also sicherlich kein heutiges High-End-System - und doch gut genug um neuere Simulationen zu betreiben. Anders als der FSX mit seiner 4 GB Limitation (32 Bit) nutzen heutige 64 Bit Simulatoren den Speicher so, wie er verfügbar ist. Hier sind die 8 GB sicherlich bald ein Manko welches es abzustellen gilt. 16, oder besser 32 GB werden sich künftig sicherlich positiv auswirken.

Dieser Blog wird zeigen was damit gut geht, und wo wir ggf. Kompromisse eingehen müssen. Alle Screenshots dieses Beitrages sind mit dem ausgelieferten X-Plane 11 gemacht. Keine Erweiterungen - nur der reine Sim. Schon vor dem Start erkennen wir die Liga, in der X-Plane spielen will. Die Panels sind gut ablesbar und lassen unser Herz gleich mal höher schlagen.

Die voreingestellten Grafikeinstellungen lassen allerdings die anfängliche Euphorie erst einmal ein wenig kippen - hier geht der Hersteller zunächst einmal auf "Nummer sicher". Ich habe anfänglich wenig Häuser oder Details erkennen können - alles wirkt zurückhaltend und ernüchternd. Das Erste, was wir also mal versuchen sind die Regler der Darstellung.

Wir sehen 2 Bereiche - der linke Bereich hat primären Einfluss auf die Grafikkarte, die rechte Seite fordert unseren Prozessor (CPU). Ich habe Zug um Zug mit den Reglern gespielt und ein tolles Ergebnis mit diesen Einstellungen erzielt - OHNE dabei ins Ruckeln zu geraten.

Für den Test wähle eine Stadt wie Seattle (KSEA) - diese wurde vom Hersteller mit etwas mehr Programmierzeit bedacht, was sich aber gleich relativieren wird - denn auch die vielen anderen Airports wissen schon zu überzeugen. Zudem liegt Seattle ja im Bereich unserer virtuellen Airline - da bietet es sich ja an, Washington mal als erstes unter die Lupe zu nehmen. Was bekommt der Käufer von X-Plane 11 denn nun aber wirklich?

Als Microsoft-Fan bin ich schon ziemlich sprachlos über die Dinge, so wie sie beim ersten Flug geboten werden. Texturen und vor allem der detaillierte Flieger sind schon echte Hingucker. Der Mount Rainier in Washington ragt aus der Wolkendecke - und je mehr man sich ihm annähert, umso mehr Details erkennen wir. Das Flugverhalten ist klasse, die Menüführung geht schon nach wenigen Minuten schlüssig in uns über, und so kommt der Ersteindruck durchweg positiv rüber.

Was X-Plane 11 hier als Standard liefert, musste im FSX via Addons nachgekauft werden. Diese Bilder hier, und dazu ein richtig gutes Flugzeughandling, runden meinen positiven Ersteindruck ab. Ich muss nicht erwähnen, dass wir den XP (für X-Plane 11) auch mit Addons noch weiter aufwerten können? Genau das soll dieser Blog, Beitrag für Beitrag ja hervorbringen. Denn eines fällt mir nach 3 Tagen XP schon auf - andere Simmer haben Jahre Vorsprung. Für uns Neuankömmlinge gibt es unendliche Möglichkeiten - daraus resultierend aber auch unzählige, noch nicht beantwortete Fragezeichen. Einige davon wollen wir beantworten. Ich verweise gerne auf unser bereits erwähntes Forum - dort schreiben Mitglieder über ihre Ergebnisse, stellen Addons vor und stehen oft auch mit Rat und Tat zur Seite. Das hilft auch mir einige Fragezeichen loszuwerden.

Nachdem wir die Regler der Grafikeinstellungen möglichst weit recht anordnen konnten, erkennen wir schon tolle Veränderungen im Sim. Wir fliegen von Seattle nach Alaska und unsere Homebase in Petersburg (PAPG) stellt mich zufrieden. Wasserspiegelungen lassen es realer werden - auch ein mehr an Häusern, Bäumen und sonstigen Objekten runden nun das Bild ab. Der Standard sieht hier schon grossartig aus. Alaska ist einfach toll gemacht! Aber seht selbst.

Juneau (PAJN) - und das ohne auch nur ein kleinste FPS-Problem zu bekommen. Wunderbar!

Die Tiefe wirkt einfach phantastisch. Natürlich finde ich im Standard auch Dinge, die ich schon schöner gesehen habe. Schaut mal die Strassen - sie wirken, je nach Höhe wie aufgeklebt und kantig. Auf ebenen Flächen mag das ja noch ganz gut anzusehen sein - sobald es aber Berge hinaufgeht, wirkt es eher nicht so doll. Ich habe mir sagen lassen, dass man dies ändern kann - sicherlich wird es Lösungen geben. Kantige Flussläufe fallen in die gleiche Kategorie - kann man sicher noch schöner bekommen. Wie, das werde ich vorstellen sobald ich es herausgefunden habe.

Wir verlassen Alaska und schauen mal nach Kanada, genauer nach British Columbia. Dieses Bild kennt jeder BP-Pilot - es handelt sich um Bella Coola - der jahrelangen Wirkungsstädte unserer Bushpilots-Community


Auch hier haben die Entwickler ein ansprechendes Mesh verfügbar gemacht - ich will an dieser Stelle nicht zu viel vorwegnehmen - aber es sei angemerkt dass jene, die glauben dies geht nicht besser, am Ende des Beitrags erneut eines Besseren belehrt werden :-)

Alaska und Kanada sind also schon im Standard sehr schön - aber was ist denn mit Europa?

Bolzano / Bozen - Tirol. Auch hier holt mich das Standard-Mesh schon ab. Sieht doch schon klasse aus. Die Grünflächen zwischen den Strassen sind allerdings auch noch ein kleiner Kritikpunkt von mir. Im Standard reiht XP Haus an Haus an die Strassenkante. Das sieht dann so aus wie im Vordergrund. Schaut man sich das entfernte Bozen an, wirkt es schon wesentlich stimmiger. Für meinen Geschmack etwas zu viele WALD-Ausgleichsflächen in den Städten. Grund ist: XP rezzt seine statischen Objekte auf entsprechend interpretierte Grundtexturen - eine Technik die man sich zu Nutze machen kann, um hier realistischere Ergebnisse zu bekommen, indem man bessere Grundtexturen unterlegt. Wir werden hier hoffentlich auch lernen, wie wir solche Änderungen selber vornehmen können. Dazu gibt es auch tolle Videos auf Youtube - ich werde sie euch bei Bedarf hier nicht vorenthalten. Wir jammern auf hohem Niveau - und doch spornt es uns natürlich an in kleinen Schritten unseren XP noch realistischer zu machen.

Apropos "statische Objekte" und deren dynamische Verwandten. Im Standard, und wenn man in den Grafikeinstellungen einen Haken bei "Parkende Flugzeuge anzeigen" gemacht hat, erleben wir an den Airports eine schöne Stimmung. Dies gilt nicht nur für die grossen Airports, sondern, so wie hier, auch für Helgoland und die vielen kleinen Airports auf dieser Welt.

Bei Helgoland ist das Mesh eher abhanden gekommen - vom grossen roten Felsen keine Spur. Dies soll zeigen, dass wir vom XP-Standard nicht erwarten sollten, dass uns die komplette Welt im High End Status geliefert wird. Es gibt Ecken, die sind eben (noch) nicht so überzeugend im Standard dargestellt.

Das muss uns aber nicht traurig stimmen- denn wie auch beim FSX gibt es auch für X-Plane eine Freeware Community die besser und aktiver kaum sein könnte. Wir kaufen also auch mit X-Plane einen Baukasten der vieles zulässt. Das Angebot an Szenerien und Aircrafts sowie der zahlreichen Tools ist anfänglich kaum zu bewältigen.

Genau hier setzt dieser Blog an - ich habe mir fest vorgenommen tiefer in den XP einzutauchen. Und ich möchte es hier im Blog festhalten um euch ggf. dabei zu helfen einen schönen Simulator nutzen zu können. Denn die Ergebnisse sind unglaublich überzeugend. So kann man sich mit XP und einigen Tools, Szenerien selber basteln. Das übernimmt eine Software, die wir zuvor mit einigermaßen stimmigen Informationen versorgten - nach einigen Stunden der Berechnungen haben wir (hoffentlich) Ergebnisse wie diese hier:

Dies ist Alaska mit besserem Mesh und stimmigeren Groundtexturen - hier spielen einige kostenlose Tools zusammen und sorgen für eine tolle Atmosphäre. Wenn solche, oder ähnliche Ergebnisse am Ende unserer Beiträge stehen, dann sollen sie wohl ihren Zweck erfüllt haben. Oder was meint ihr? Um die Erwartungen nicht zu hoch zu setzen - solche Szenerien brauchen Festplattenspeicher (also genügend Platz auf der HDD oder SD-Karte) , sie brauchen eine tolle Grafikkarte und Speicher. Von der zeitgemäßen CPU mal ganz zu schweigen. Hier kommen wir an den Punkt, wo wir auch den FS2020 wieder thematisieren können. Von der Hardware unterscheiden sie sich dann nicht mehr so sehr. Darum soll dieser Blog ja eigentlich aufzeigen, wie weit man mit einem "normalen" Rechner gehen kann. Was ist möglich - was nicht. In diesem Sinne, freue ich mich auf die nächsten Tage, Wochen und Monate.





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ALASKA - SKY - SERVICE  (ASS)  ist eine virtuelle Airline (VA) für Flugsimulatoren  © 2020 Jürgen Weinberger.